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Lesung: Richard Schuberth – Von Antisemitismus, der keiner sein will

5. November um 19:00 - 21:00


Immer wieder knöpft sich der Wiener Dichter und Gesellschaftskritiker Richard Schuberth identitätspolitische Diskursmoden vor. Deren israelfeindliche Exzesse seit dem 7. Oktober 2023 führten ihn zu den psychologischen und historischen Wurzeln des israelbezogenen Antisemitismus und der Frage nach der Scheidelinie zwischen berechtigter Antisemitismusdiagnose und Diffamierung. In Form des literarischen Essays, der Analyse mit Witz und Sprachfantasie legiert, ergründet er dieses Minenfeld der ideologischen Verzerrungen, die ihm aus seiner eigenen Biografie nur zu vertraut sind. Er ruft dabei auch seinen einstigen Antisemitismus als junger Marxist sowie seinen Kulturrelativismus als junger Ethnologiestudent in den Zeugenstand. Worin besteht dieser neue Antisemitismus? Und wie neu ist er wirklich? Und wie lässt sich Kurs halten zwischen der Kritik antisemitischer Wahnbildung und Verständnis für Leid und Anliegen von Israelis und Palästinensern? Diesen Fragen geht Schuberth nach.

»Die Flachdenker:innen mit den Palästinensertüchern, die sich sozusagen in ihre eigene Selbstgerechtigkeit gewanden, die würden dieses Buch nicht lesen, aber selbstreflektierte Menschen, die auch ein Vergnügen haben an gutem Stil, der nicht prunkt, der aber aus der Tradition der Sprachkritik Österreichs kommt, für diese Menschen ist das Buch ein Erkenntnisvergnügen.« (Marko Martin, Deutschlandfunk)

Details

  • Datum: 5. November
  • Zeit:
    19:00 - 21:00
  • Veranstaltungskategorie:

Veranstalter

  • Artist Against Antisemitism e.V.

Veranstaltungsort